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13.07.2020 - Thermische Wildkrautbekämpfung im Test

Der Einsatz von chemischen Unkrautvernichtungsmitteln ist auf öffentlichen Flächen verboten. Eine Alternative ist die thermische Wildkrautbekämpfung. In der vergangenen Woche testete der städtische Bauhof diese mobile Technik für den Einsatz zur Wegepflege in der Innenstadt. Die Hochdrucktechnik ist auf einem Multicar installiert. In Schrittgeschwindigkeit rollt das Fahrzeug über die Fläche, währenddessen das Unkraut mit 135 Grad heißem Wasserdampf unter Hochdruck besprüht wird. Dies zeigt Wirkung. Die Pflanze wird schlaff und zerfällt nach ein paar Tagen. Das Verfahren wird ohne Einsatz von Chemie vollzogen, ist allerdings nicht nachhaltig, erläutert Jörg Pfretzschner von der Reinex Hochdrucktechnik GmbH. „Die thermische Wildkrautbekämpfung ist eine immer wiederkehrende Angelegenheit, da es bei diesem Verfahren physikalisch nicht möglich ist die Wurzel der Pflanze zu zerstören. Im Jahr sind somit mehrere Anwendungen nötig, um den Pflanzenbewuchs auf befestigten Flächen zu beseitigen“, so Pfretzschner.

Für schwer zugängliche Bereiche gibt es zudem verschiedene manuelle Werkzeuge, wie beispielsweise Handgeräte. Mike Sonntag, Leiter des städtischen Bauhofes, konnte den sogenannten „Weedkiller“ im Volkspark ausprobieren und zeigte sich begeistert von der Technik.

Ob dieses thermische Verfahren zur Entfernung vom unerwünschten Grünzeug auf Wege, Flächen und Straßenrändern in der Stadt zum Einsatz kommt, wird nun die Verwaltung beraten und prüfen.

 

Pressestelle
Stadt Frankenberg/Sa.